IN DUBIO PRO REO? Nicht doch..: SEMPER PRO REO

Also wenn ich schon KRIMINELLE NEIGUNGEN hät­te und den­sel­ben auch nach­ge­gan­gen wäre, dann wür­de ich mich nie dar­über beklagt haben, Teu­to­ne zu sein…

Die Nazis unter Freis­ler prak­ti­zier­ten eine so unglaub­li­che Recht­spre­chung, dass wir das mit unse­rer aktu­el­len BUTTER- und TÄTERJUSTIZ im Ange­sicht der Welt wie­der gut­ma­chen müs­sen.
KANN DENN EIN ANGEKLAGTER JEMALS SCHULD SEIN? Hat­te er nicht eine schwe­re Jugend, wur­de er nicht von sei­nem Onkel miß­braucht, durch hämi­sche Nach­barn erbar­mungs­los auf die fal­sche Stra­ße gedrängt , war er nicht in psych­ia­tri­scher Behand­lung wegen Bett­näs­sens oder weil sei­ne ers­te ech­te Freun­din ihn wegen eines klein­ge­wach­se­nen Geni­tals ver­spot­te­te?

Mer­ke, ES GIBT KEINEN MORD, HÖCHSTENS TOTSCHLAG und auch da sind es meist unglück­li­che Umstän­de, die zum oft selbst ver­schul­de­ten Able­ben des Opfers füh­ren. Der arme Täter muss mit sei­ner Untat leben, das Opfer hat es hin­ter sich. Ist Euch das klar? Kein Mensch kann die Qua­len des armen ONUR U. ermes­sen, eines bra­ven Ama­teur­bo­xers, der die Gele­gen­heit, sich am Alex­an­der­platz zu prü­geln, als Spar­ring oder mei­net­we­gen kum­pel­haf­te Rau­fe­rei auf­fass­te und dabei ein wenig über­trieb.

Außer­dem fiel der untrai­nier­te JOHNNY K. mit 1,5 Pro­mil­le im Blut gleich so unglück­lich auf den Hin­ter­kopf, dass er dar­an starb, nicht an den paar mehr sym­bo­li­schen Trit­ten der Kum­pels von Onur. So what? Kör­per­ver­let­zung mit Todes­fol­ge? Aber nicht doch, Rau­fe­rei zwi­schen Box-und Tritt­kun­di­gen mit besof­fen her­um­nölen­den Fei­er­ty­pen. In sei­ner Ver­zweif­lung ist Onur gleich bis in die Tür­kei geflo­hen, muss­te aller­dings da befürch­ten, dass die Rich­ter nicht ganz so men­schen­freund­lich und human sein wür­den. So kehr­te er hoff­nungs­voll, ver­stört zu uns zurück.

Ent­täuscht ihn nicht, seid auch sei­nen Gefähr­ten gnä­dig! Stoßt die­se wert­vol­len Bur­schen nicht weg, aus unse­rer Gesell­schaft. Gebt Ihnen zwei Jah­re Jugend­stra­fe mit Bewäh­rung, obwohl sie ja kei­ne Jugend­li­chen mehr sind. Lasst Gna­de vor Recht erge­hen.. Dum­me Jungs, so etwas pas­siert auf jeder Wochen­end­par­ty irgend­wann. Inte­griert sie! Gebt Ihnen eine Chan­ce. Sie lei­den alle furcht­bar und wei­sen sich in ihrer Ver­zweif­lung gegen­sei­tig die Schuld zu. Die Ärms­ten!

Dafür soll­te man Ver­ständ­nis haben und sich nicht in sinn­lo­se RACHEPHANTASIEN hin­ein­stei­gern. Im Zwei­fel für den Ange­klag­ten? Immer für den Ange­klag­ten … und wer treibt sich denn auch NACHTS AM ALEXANDERPLATZ her­um in Ber­lin … Es gibt doch gemüt­li­che­re Gegen­den. In Froh­nau wäre so etwas wahr­schein­lich nie pas­siert …

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