Die Piraten sorgen für Recht und Ordnung!

Was wün­schen wir uns denn noch, wir alten Säcke und spä­ten Mädels? Recht und Ord­nung, Sicher­heit ‚wohl­ge­fäl­li­ge Nost­al­gie der ehe­ma­li­gen Rock and Rol­ler, mäs­si­gen Alko­hol-und Dro­gen­genuß, kei­ne Rücken­schmer­zen, in wag­hal­si­gen Fäl­len noch ab und zu den ero­ti­schen Besuch eines kna­cki­gen Wei­bes oder eines wohl­ge­stal­te­ten Kerls und sonst?

Viel Fuß­ball, eine beque­me Welt­rei­se, am liebs­ten im Traum­schiff und die Ver­si­che­rung, dass frü­her alles bes­ser war. Mehr wol­len wir ja gar nicht. Aber wer garan­tiert uns die­ses Para­dies? Nur eine poli­ti­sche Par­tei, die uns vor U‑Bahn-Schlä­gern, Jun­kies, Ein­bre­chern, Die­ben und Isla­mis­ten schützt, auch vor unver­bes­ser­li­chen Lin­ken und gewoll­ten Wut­bür­gern.

Also seh­nen wir uns unge­niert nach gro­ßen Koali­tio­nen, ist doch klar. Die geschrumpf­ten Volks­par­tei­en soll­ten sich über­all zusam­men­tun und in einem gemä­ßig­ten Poli­zei­staat die Wür­de und das ruhi­ge Leben der schon Fastah­nen schüt­zen. Ide­al ist Ber­lin mit dem freund­li­chen Wowi und dem mas­si­ven Hen­kel. So soll­te es über­all in der Repu­blik kom­men. Bloss dazu brau­chen wir die Pira­ten. Jetzt seid Ihr über­rascht, lie­be Herrn und Mädels.

Aber seht doch mal. Je mehr ver­spreng­te Lin­ke und küh­nast­mü­de Grü­ne, sogar ver­ein­zelt noch vor­han­de­ne Libe­ra­le die Pira­ten ver­stär­ken, weil die zwar, nach eige­nem, frei­mü­ti­gem Beken­nen, von nichts eine Ahnung haben, aber uns das Inter­net wesent­lich bes­ser erklä­ren kön­nen als die ollen Eta­blier­ten, je mehr Ver­irr­te, ehe­mals Reni­ten­te die schwan­ken­den Schif­fe der Pira­ten entern, je unmög­li­cher wer­den die­se gewoll­ten, rot-grü­nen oder irgend­wie Ampel­ko­ali­tio­nen, die uns sowie­so nichts brin­gen als noch mehr Angst im Alter.

Denn wenn die Pira­ten immer fre­cher twit­tern, sind die alten eta­blier­ten Dau­er­murk­ser gezwun­gen, sich zu einem macht­vol­len KLUMPEN zusam­men­zu­bal­len, und da es sowie­so kaum mehr Unter­schie­de gibt, wer­den wir sehen, wie ein­fach das vor sich gehen wird.

De Gaul­le nann­te sei­ne Par­tei nach dem Krie­ge „Zusam­men­schluss des fran­zö­si­schen Vol­kes”. Lasst uns eine „Christ­lich-sozia­lis­ti­sche Deut­sche Volks­uni­on” grün­den, die Namen CDU, CSU und SPD kön­nen ja als Unter­ab­tei­lun­gen wei­ter­hin ver­wen­det wer­den. Nur so kann unse­re Alters­si­cher­heit garan­tiert wer­den, viel­leicht noch mit Son­der­voll­mach­ten für den Innen­mi­nis­ter!

Also erst­mal, wenn man über­haupt zur Wahl geht, schön die Pira­ten wäh­len! Wenn die bei weit über 2o Pro­zent ste­hen, wer­den unse­re Volks­ver­tre­ter end­lich mer­ken was los ist und sich macht­voll zusam­men­rot­ten, die Not­stands­ge­set­ze noch ein­mal ergän­zen und für unser Wohl­be­fin­den sor­gen, für ein mög­lichst furcht­frei­es Alter.

Das ist es doch, Alter, gib zu, das hast Du Dir schon öfter vor­ge­stellt, aber es nicht ein­mal am Stamm­tisch geäu­ßert. Jetzt spürst Du, wie der Kol­le­ge Vol­taire sag­te, die Kraft der Ver­nunft.
VIVENT LES PIRATES, VIVE LA GRANDE COALITION!

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