ANGÉLIQUE, MON AMOUR MYSTÉRIEUX!

Seit vie­len Jah­ren meckern wir über unse­re KANZLERIN. Schon, als sie sich noch mit der Umwelt aus­ein­an­der­setz­te, als Kohls Mäd­chen galt und über ihre Fri­sur gehöhnt und gehämt wur­de.
Dabei haben die vor­geb­li­chen Spöt­ter und Spöt­te­rin­nen aus der kaba­ret­tis­ti­schen Sce­ne ihr Pul­ver ein­fach ver­schos­sen. Es ging immer nur um Äußer­li­ches, um ihre Hosen­an­zü­ge, ihre vor­ge­wölb­ten Schul­tern, ihren Wat­schel­gang. Man stell­te sich die Näch­te des Herrn PROFESSOR SAUER vor und bemit­lei­de­te ihn. Wie arro­gant und dumm!

Man warf ihr vor, sie wür­de immer nur reagie­ren und nicht agie­ren, hät­te kei­ne poli­ti­schen Visio­nen, aber, ich bit­te Euch, die­se Nei­gung teilt sie mit Mil­lio­nen geist­lo­ser Poli­ti­ker.
War­um soll­te man die­se typi­sche Berufs­krank­heit aus­ge­rech­net an dem net­ten Tem­pli­ner Mädel fest­ma­chen? Sie hat wenigs­tens Phy­sik stu­diert, wäh­rend ein bekann­ter Kol­le­ge von ihr bei uns der Doofs­te in der Klas­se war, ich sage jetzt nicht, um wen es sich han­del­te. Irgend­wann habe ich ANGELAS Geheim­nis begrif­fen. Auf einer Brü­cke an der Auto­bahn erblick­te ich ein wun­der­ba­res Pos­ter von ihr, lächelnd, ver­füh­re­risch, mit halb­ge­öff­ne­ten Lip­pen, was für ein KUSSMAUL, dar­ge­bo­ten zu einem inni­gen, end­lo­sen Schmatz. Fast wäre ich aus dem Auto gesprun­gen, mei­ne Frau hielt mich in letz­ter Sekun­de fest, ver­mied sou­ve­rän drei Unfäl­le und bog rechts ab, wäh­rend ich mich stot­ternd für die­se Visi­on ent­schul­dig­te. Kurz dar­auf ein rie­si­ges Pla­kat von HEIDI KLUM und ihrer nächs­ten Show. Es hät­te auch ein Later­nen­mast sein kön­nen, ich über­sah Hei­di. Und das will etwas hei­ßen, nun sag bloß, Kum­pel, Du hät­test schon mal HEIDI KLUM über­se­hen!

Seit­dem hat die Weib­lich­keit an mir einen unver­dros­se­nen Anglot­zer ver­lo­ren. Das liegt natür­lich auch an der unsag­ba­ren Süße mei­ner Gefähr­tin. Ich geb‘ ja zu, gekuckt habe ich schon immer ein biß­chen, nur um dem ewi­gen Objekt mei­ner treu­en Begier­de, bei even­tu­ell besorg­ten Bli­cken, ver­si­chern zu kön­nen: „Du weißt doch, Du bist so nied­lich, Du bist mein Arche­typ seit grau­er Vor­zeit und nie­mand kann Dir irgend­et­was rei­chen, schon gar nicht das Was­ser.” (Reak­ti­on: „Det has­te mal wie­da schön hin­je­k­richt, ma seh’n wat de nächs­tet Mal vor­bringst!”)

Nun schaue ich nur noch auf mei­ne Klei­ne. Und das muß ich auch, weil sie mich näm­lich festhält.Weil ich mich unauf­halt­sam in ANGELA hin­ein­träu­me, sobald ich die Augen ein wenig schlie­ße. Bit­te schreibt mir doch mal, ob es Euch nicht ähn­lich geht, ich kann doch nicht der Ein­zi­ge sein, ich bin doch nicht per­vers. Oder doch? Hey, die Fran­zo­sen haben doch Geschmack. Denk mal an SARKOZY, ein klei­ner, eit­ler Fatz­ke mit sei­ner CARLA. CHIRAC, der fast sein Schwie­ger­va­ter gewor­den wäre, hat ihn schon so beschrie­ben. Aber wie hat der sich in ANGELAS Nähe gewan­delt, wie sanft und zart ist der gewor­den! Nach und nach tän­zel­te er der­art her­um um die KANZLERIN, dass es schon pein­lich sich gestal­te­te, jeder Vor­wand war gut für ein KÜßCHEN. Daß Euro­pa zuschau­te, schien NICOLAS völ­lig gleich­gül­tig. Wenn er sie ankuck­te bekam man immer den Ein­druck: Was kommt jetzt, KNIEFALL ODER URSCHREI? Neu­lich habe ich haut­nah geträumt, dass bei­des pas­siert ist zwi­schen ANGELA UND NICOLAS. Eifer­süch­tig sprang ich hoch… und Edda frag­te besorgt. „Wat has­te denn, klee­ner SCHIMPANSE?“. Ob ANGELA mich auch so nen­nen dürf­te. Wür­de ich mir das gefal­len las­sen. Och war­um nicht?

Mei­ne Ruh ist hin, ich kann nicht mehr rich­tig arbei­ten und schrei­be blö­de Glos­sen. Kri­ti­ker und Fein­de behaup­ten natür­lich, das hät­te ich schon immer so gehal­ten. Sie ahnen ja nicht, dass ich mich mit Mord­ge­dan­ken tra­ge, die sich auf die Per­son des neu­en fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten kon­zen­trie­ren. Ich hab‘ ja nichts gegen die ewi­gen Wohn­wa­gen­fah­rer und Käse­händ­ler aus dem klei­nen Land neben Nord­rhein-West­fa­len, auch nicht gegen die weni­ger erfolg­rei­chen Fuß­bal­ler aus Rob­bens Kiez, aber muss der Chef mei­ner eigent­li­chen Hei­mat, näm­lich Gal­li­ens, muss der aus­ge­rech­net HOLLANDE hei­ßen?

Zu Anfang mach­te er ja noch ein biß­chen auf Sozia­list, aber nun schar­wen­zelt er schon wie ein Höf­ling , fängt an zu her­zen, gar zu schnä­beln. Und er lacht so bescheu­ert vor sich hin, wie es eben nur Ver­lieb­te tun. ANGELA hat ihn voll im Griff, sie wird sein Herz genau­so zer­bre­chen wie sei­ner­zeit das von FRIEDRICH MERZ, gna­den­los spielt sie ihre mys­te­riö­se Ero­tik aus, wobei sich doch jeder den­ken­de Mensch fragt, woher sel­bi­ge eigent­lich kommt. Hört auf zu läs­tern, Jungs, die­ser Sog ist da, aber kei­ner gibt es ger­ne zu, so wie man ein Las­ter nicht gern zugibt.

STEINBRÜCK hat mal betont, wie groß­ar­tig er mit ANGELA zusam­men­ge­ar­bei­tet hat, damals als Finanz­mi­nis­ter der Gro­ßen Koali­ti­on, wie er ihre Gegen­wart genoß, ihren unkon­ven­tio­nel­len Charme sogar das Tie­risch-Ver­schlin­gen­de, was von ihr aus­ge­hen soll. Woher ich das weiß? Nun, ein Kum­pel hat STEINBRÜCK mal im Zug nach Frank­furt an der Oder getrof­fen und da muß PEER ihm sowas ver­tellt haben …

Und was träumt Ihr heu­te nacht, Jungs? Habt kei­ne Angst es zuzu­ge­ben! Es ist schön, sein VATERLAND zu lie­ben in der Per­son, die es ver­tritt, in die­sem Fal­le also Euer MUTTERLAND.
Sprecht zu mir uner­schro­cken von Euren ero­ti­schen Träu­men, teilt sie mir mit, ich plau­de­re bestimmt alles aus, im Vor­aus vie­len Dank für Eure e‑mails!

PS. War­um ist Joa­chim Sau­er eigent­lich nicht eifer­süch­tig? Ist er schwul? Gleich­gül­tig? Oder resi­gniert? Und zieht sich des­halb völ­lig vom Kriegs­chau­platz zurück. Könnt ihr da mal nach­for­schen? Mer­ci d’avance!

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